Während in Berlin heute und morgen das Thema Elektroautos im Vordergrund einer Veranstaltung mit Bundeskanzlerin Angela Merkel steht, gibt es die nächsten Tiefschläge für die Elektromobilität.

BMW i3 Elektroauto
Tiefschläge für Elektromobilität

Im Vorfeld einer Konferenz der Bundesregierung, bei der die Elektroautos im Mittelpunkt stehen, wurden aktuelle Verkaufszahlen bekannt. Bei der Konferenz treffen neben nationalen und internationalen Spitzenpolitikern und der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel auch führende Manager und Experten der Branche zusammen. Nach Angaben der Tageszeitung Welt sind in den ersten vier Monaten dieses Jahres gerade einmal 1.509 Elektroautos neu zugelassen worden in Deutschland. Dabei stehen inzwischen zwölf verschiedene Modelle mit Batterieantrieb für die Kunden zur Verfügung. Laut dem Autoexperten Ferdinand Dudenhöffer wird auch trotz des neuen BMW i3 im gesamten Jahr 2013 mit nicht mehr als 3.700 Neuzulassungen bei den Elektroautos zu rechnen sein. Somit wird ein Marktanteil der Elektroautos in Deutschland von gut 0,13 Prozent Ende 2013 erwartet.

Trotz immer größerer Zweifel keine Kaufanreize geplant

Trotz der nach wie vor sehr bescheidenen Zahlen hält die Bundesregierung nach wie vor an ihren Zielen im Bereich der Elektroautos fest. So sollen im Jahr 2020 eine Million batteriebetriebene Autos auf den deutschen Straßen rollen, ohne dass weitere Subventionen vorgesehen sind – während beispielsweise in China, Japan oder Frankreich Kaufprämien von bis zu 8.000 Euro für die Elektroautos vorhanden sind. Ab dem kommenden Jahr erwartet die Regierung bereits einen ersten deutlichen Verkaufsschub für die Elektrofahrzeuge. Allerdings bezweifeln immer mehr Fachleute, dass diese Vorhersagen der aktuellen Bundesregierung auch nur halbwegs eintreffen werden. Dabei sind die Elektrofahrzeuge insbesondere für die auf Premiummodelle spezialisierten Autobauer besonders wichtig. Nur so lassen sich die strengen Umweltauflagen der EU erfüllen.

Better Place: Elektroauto-Projekt insolvent

Unterdessen gibt es auch wenig erfreuliche News aus Israel. Dort hatte das einstige SAP-Vorstandsmitglied Shai Agassi ein Elektroauto-Projekt unter dem Namen „Better Place“ gestartet. Dieses Unternehmen sollte weltweit Stationen errichten, an denen die Besitzer von Elektroautos ihre Batterien aufladen und austauschen sollten, um so ein Kernproblem der Elektrofahrzeuge in den Griff zu bekommen. Doch nun wurde bekannt, dass Better Place Konkurs angemeldet hat bei einem Verlust von über 560 Millionen US-Dollar.

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