Nissan soll angeblich mit aller Macht versuchen, sein Elektroauto Leaf auf dem Markt unterzubringen. Händler, die nicht mitgezogen haben, sollen demnach ihre Kündigung erhalten haben.

Nissan Leaf
Nissan Leaf

Darüber berichtet nun Die Zeit. Demnach wurden 15 deutschen Händlern zum 31. Dezember des Jahres 2014 gekündigt. Diese hatten sich gesträubt, den Leaf in den Verkauf zu nehmen. Den Unternehmern wurde eine Zusatzvereinbarung vorgelegt, nach der sie den Nissan Leaf in ihr Verkaufsprogramm aufnehmen sollten. Diese Vereinbarung wurde von den 15 Händlern jedoch nicht unterzeichnet.

Ganze 171 Nissan Leaf bei deutschen Privatbesitzern

Der Geschäftsführer von Nissan Center Europa, Vincent Wijnen, erklärte dem Bericht zufolge, dass er das Sträuben der Händler durchaus verstehen könne. Denn es gebe durchaus Regionen, in denen die Akzeptanz der Elektrofahrzeuge nicht sonderlich groß sei. Dass dazu Deutschland gehört, ist hinlänglich bekannt.

Aktuell sind laut Kraftfahrtbundesamt in Flensburg deutschlandweit etwa 75.000 Elektroautos registriert, davon ganze 421 Nissan Leaf. Hiervon sind alleine 250 auf den Handel oder Nissan selbst zugelassen. Dennoch könne aber von der harten Linie nicht abgewichen werden, erklärte Wijnen. Der Leaf ist für unsere Marke ein sehr, sehr wichtiges Auto. Händler, die das nicht verstehen, können unsere Marke nicht länger vertreten.

Geringe Investitionen für die Händler laut Nissan

Nach Aussagen des Nissan-Managers treffen die 15 Händler-Kündigungen den Konzern nicht sonderlich. Diese Händler würden gerade einmal 2,5 Prozent des Umsatzes ausmachen. Darüber hinaus seien für die Händler die Investitionen durchaus überschaubar. So müssten diese lediglich rund 6.000 Euro in zwei Ladestationen investieren, sowie natürlich in einen Nissan Leaf. Dieser sei jedoch zu günstigen Konditionen erhältlich.

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