In der Auseinandersetzung um einen Massenrückruf bei Chrysler hat der US-amerikanische Autobauer nun nachgegeben. Deswegen müssen nun 2,7 Millionen Jeep Liberty und Jeep Grand Cherokee in die Werkstätten.

Jeep Grand Cherokee
Rückruf – Kaputter Tank löst Feuer aus

Auf den Rückruf gedrängt hatte die US-Verkehrssicherheitsbehörde. Die Beamten äußerten die Befürchtung, dass es bei den betroffenen Chrysler-Modellen dazu kommen kann, dass der Tank berstet. Die Konsequenz daraus wäre ein Feuerfangen des Wagens. Dies soll möglich sein, wenn die entsprechenden Autos von hinten gerammt werden. Die Behörde NTHSA spricht in diesem Zusammenhang von Dutzenden derartigen Unfällen seit dem Jahr 1996 mit insgesamt 51 Todesopfern. Chrysler hingegen wehrte sich bis zuletzt gegen Rückruf und erklärt auch jetzt noch, dass die Wagen nicht defekt seien und zu den sichersten Fahrzeugen überhaupt in ihrer Klasse gehören.

Chrysler spricht von freiwilliger Serviceaktion

Aus diesem Grund spricht der US-Hersteller selbst auch nicht von einem Rückruf. Vielmehr handele es sich hierbei um eine freiwillige Serviceaktion, so Chrysler. Denn der Hersteller sieht die von der Sicherheitsbehörde genannten Probleme der Feuersicherheit der Tanks beim Jeep Grand Cherokee und Jeep Liberty nicht als gegeben an. Nach Angaben von Chrysler stützt sich die Forderung der NHTSH auf einen Fall, bei dem es zu einem Feuer kam, nachdem eine Sattelzugmaschine mit 65 mph auf einen stehenden Grand Cherokee donnerte. Dies rechtfertigt aber nach Ansicht des Autobauers noch nicht einen derartigen Massenrückruf. Da allerdings die Kunden inzwischen Bedenken hätten, gibt es nun den Kompromiss der visuellen Inspektion bei den Fahrzeugen der Fiat-Tochter.

Baugleiche Modelle auch in Europa auf dem Markt

Die betroffenen Modelle von Chrysler werden auch in Europa baugleich angeboten. Wie es aber um eine Bewertung des möglichen Tankproblems außerhalb den USA steht, wurde bislang nicht bekannt. Bei den Fahrzeugen handelt es sich um den Jeep Liberty aus den Jahren 2002 bis 2007 und den Jeep Grand Cherokee der Jahre 1993 bis 2004. Der Liberty kam außerhalb den Vereinigten Staaten auch als Cherokee auf den Markt. Bei diesen Autos sitzt der Tank nicht vor, sondern hinter der Hinterachse.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.