Wer im Winter gleich ins vorgewärmte Auto steigen will, der sollte über den Einbau einer Standheizung nachdenken. Welche Vorteile der Einbau bringt erfahren Sie hier.

Wer glaubt, eine Standheizung sei ein überflüssiger aber neckischer Luxus, der irrt sich gewaltig. Diese Heizung vereint viele Vorteile im Winter, die die Sicherheit beim Fahren erhöhen und dieses einfacher gestalten. Ferner sind sie aus ökologischer Sicht interessant.

Umweltfreundlich, komfortabel und sicher

Wenn der Motor noch kalt ist,steigt der Bedarf an Benzin und Diesel auf ein Höchstmaß an. Ebenso verhält es sich mit dem Schadstoffausstoß. Der Katalysator ist noch nicht am Laufen und das Öl hat eine zähflüssige Konsistenz. Circa nach vier Kilometern ist der Automotor schließlich warmgefahren und erlangt seine gewohnte Leistung bei einem gewohnten Spritverbrauch. Die Standheizung verändert diese Situation. Sie ist zwar für einen Spritverbrauch von einem halben Liter pro 60 Minuten verantwortlich, aber sie bringt den Wagen schneller auf seinen normalen Verbrauch.

Daraus ergibt sich eine einfache und logische Umweltbilanz: Durch den Einsatz der zusätzlichen Heizung erwärmt sich das Kühlwasser und die Kohlenwasserstoff- sowie Kohlenstoffmonoxidemissionen während der Startphase werden um bis zu Zweidrittel gesenkt. Das Vorheizen schenkt im Winter natürlich auch mehr Komfort. Der Innenraum kann bereits vorgewärmt werden und zugefrorene Türschlösser werden verhindert. Wahre Wunder vollbringt die Standheizung ferner an den Scheiben. Langsam fällt das Eis im Winter von ihnen ab und der Autofahrer hat sofort eine gute Sicht.

Mit Sprit oder Strom

Zwei Energiequellen können die Heizung in Betrieb nehmen. Zum einen kann sie elektrisch betrieben werden. In diesem Fall sind an den Motorblock Heizstäbe installiert, die das Kühlwasser vorheizen. Somit hat der Motor bereits beim Starten seine herkömmliche Betriebstemperatur. Der Nachteil ist allerdings, dass für diese Heizung eine externe Energiequelle notwendig ist. Wer auf die andere Variante einer Standheizung setzt, lässt sie mit Diesel oder Benzin in Gang kommen. Ein kleiner Brenner wärmt bei diesem Heizungstyp das Kühlwasser. Der Tank spendet die nötige Energie. Vorteilhaft ist, dass sie sich mit einer Zeitschaltuhr programmieren lassen. Außerdem schalten sie gleichzeitig das Gebläse mit ein und eine Stromquelle ist nicht erforderlich.

Der Zauber der Technik ermöglicht es sogar, dass diese Standheizungen per Funkfernsteuerung oder mit dem Handy aktiviert werden. Der Preis für diese Systeme beginnt bei 900 Euro und sollte vom Fachmann installiert werden. Generell ist es empfehlenswert, vor dem Kauf eines neuen Wagens beim Hersteller nachzufragen, inwiefern eine Nachrüstung mit einer Standheizung möglich ist.

Insbesondere bei modernen Autos kann sich ein Einbau aufgrund des geringen Platzes im Motorraum schwierig gestalten. Bei fortschrittlichen Dieselmotoren hingegen gibt es eine andere Möglichkeit, in den Genuss einer Standheizung zu kommen. Sie sind häufig mit einem Zuheizer ausgestattet, da diese Motoren einen erhöhten Wirkungsgrad aufweisen und während des Laufens nur eine minimale Abwärme erzeugen. In der Phase des Startens und des Warmlaufens produzieren sie die notwendige Zuwärme und durch die Installation einer Wasserpumpe sowie einer Zeitschaltuhr werden sie zu einer Standheizung. Diese Nachrüstung kostet je nach Fahrzeugmodell circa 300 Euro. Mit Hilfe der Schlüsselnummer können Sie eine Abfrage der Kosten auf pkwteile.de für die Wasserpumpe ausführen.