Wer seinem Auto einen schicken Auspuff verpassen will, muss eventuell tief in die Tasche greifen. Hier lesen Sie worauf Sie achten müssen.

Auspuff nachrüsten
Schicke Optik und Leistungszuwachs

Auspuffe gehören zu den besonders beliebten Artikeln bei Tunern. Sie sehen schön aus, erzeugen einen faszinierenden Sound und können sogar die Leistung steigern. Doch wer denkt, dieses Vergnügen kostet nur wenige Hundert Euro, irrt sich. Während ein simples Endrohr bei 200 Euro liegt, bezahlen Autofans für ihren Auspuff aus Materialien wie Edelstahl oder Titan schnell das Zehnfache.

Viele Tuner setzen auf ein Plus an Leistungssteigerung

Wie so häufig zählt erst einmal die Optik. Ein schnittiger Sportauspuff verwandelt einen braven VW-Golf von hinten in einen rasanten Rennwagen. Der brummige Sound steigert das Gefühl, sich inmitten der Rennstrecke zu befinden. Doch dies ist nicht alles, was ein Nachrüstauspuff bewirken kann. Manche Produzenten versprechen außerdem eine Steigerung der PS-Zahl. Je nach Modell soll ein Zuwachs bis zu 10 % möglich sein. Und genau in dieser Leistungssteigerung begründet sich der hohe Preis für den Auspuff. Wer nur auf Optik setzt, kann bereits im Handel Blenden für 30 Euro erwerben.

Ein Leistungsplus bedeutet Aufwand

Mit einem Endschalldämpfer zum Nachrüsten kann eine tolle Optik und ein cooler Sound erzeugt werden. Jedoch muss der Fahrzeughalter darauf achten, dass diese Nachrüstung legal betrieben wird. Dafür ist eine Allgemeine Betriebserlaubnis oder Prüfdokumente erforderlich, in denen eine Prüforganisation eine Eintragung in den Fahrzeugpapieren vornehmen kann. Eine kleine Leistungssteigerung soll mit den Nachrüstendschalldämpfern ebenfalls gegeben sein. Mit Hilfe der Schlüsselnummer finden Sie diese z.B in Online Shops wie Autoteiledirekt.de.

Um allerdings ein echtes Leistungsplus zu spüren, muss meist die gesamte Auspuffanlage gegen eine sportliche Variante ausgewechselt werden. Diese Anlagen vermögen den Abgasgegendruck gegen den Motorauslasstrakt zu minimieren, was sich in einer verbesserten Leistung niederschlägt. Immerhin beeinflusst die Auspuffanlage das Drehmoment sowie den nutzbaren Drehzahlbereich des Triebwerks erheblich. Eine hochwertige Sportauspuffanlage setzt sich aus vielen Teilen zusammen und muss auf den Motor, das Fahrzeug sowie den Katalysator optimal angepasst werden. Diese Entwicklungsarbeit erfordert nicht nur Zeit, sondern auch Know-how und Erfahrung. Kein Wunder, dass dieser Spaß teuer ist.

Auf Qualität setzen

Hinsichtlich der Leistungssteigerung stellt die Auspuffanlage häufig nur einen Bestandteil des Tunings am Wagen dar, die weitere Maßnahmen wie ein Chiptuning in der Steuerung des Motors einschließt. Hierbei muss beachtet werden, dass ein reines Herausnehmen der Serienkomponenten im Auspuff nicht erlaubt ist. Abänderungen der Abgasanlage sind ebenfalls verboten. Somit lässt sich der Verbrauch mit dem Nachrüstauspuff nicht senken und die Emissionen werden auch nicht reduziert.

Die eingebauten Serienanlagen sind von den Autobauern nach strengen Abgasvorschriften optimiert worden, weshalb Einsparungen durch eine veränderte Abgasanlage ins Reich der Fantasie gehören. Ebenso ist von Billigimporten aus dem ostasiatischen Raum abzuraten. Wer damit versucht Geld einzusparen, tut sich keinen Gefallen. Häufig sind die Bauteile für den Straßenverkehr nicht zugelassen. Tuningfans, die sie trotzdem einbauen, riskieren ein Erlöschen der Betriebserlaubnis und damit auch des Versicherungsschutzes. Ferner können Billigteile mit einer unzureichenden Passform mit anderen Autoteilen in Berührung kommen, was zu nachhaltigen Fahrzeugschäden und einen Brand führen kann.