Reguläres-, Saison-, H- oder Wechsel-Kennzeichen – Sie wussten gar nicht, dass man einen Oldtimer auf vier verschiedene Arten zulassen kann? Wir klären Sie darüber auf.

Oldtimer können Sie auf verschiedene Arten zulassen
Oldtimer können Sie auf verschiedene Arten zulassen

Sie haben sich einen Oldtimer zugelegt? Glückwunsch! Dann jetzt schnell ab zur Zulassungsstelle und den Oldtimer anmelden. Aber Stopp! Wissen Sie schon, welches Kennzeichen Sie möchten. Also wir meinen jetzt nicht, welche Buchstaben Sie sich auf dem Nummernschild wünschen. Gemeint ist, ob Sie ein Reguläres-, Saison-, H- oder Wechsel-Kennzeichen haben möchten.

Befindet sich über Ihrem Kopf nun ein großes Fragezeichen, weil Sie nicht wissen, wo die Unterschiede zwischen den einzelnen Kennzeichen liegen, bzw. weil Sie vielleicht gar nicht wussten, dass man einen Oldtimer auf verschieden Arten anmelden kann? Keine Panik! Wir klären Sie hier genauestens über die vier Zulassungsmöglichkeiten und deren Kennzeichen auf.

Zulassungsmöglichkeiten für Oldtimer und deren Kennzeichen vorgestellt

➤ Reguläres Kennzeichen:

Wenn Sie Ihren Oldtimer mit einem regulären Kennzeichen zulassen, dann wird dieser wie ein Neuwagen eingestuft und somit auch nach Hubraum besteuert. Die Steuer wird dabei tageweise berechnet und erstattet. Melden Sie Ihren Oldie mit einem regulären Kennzeichen an, dann können Sie mit ihm das ganze Jahr über fahren und diesen auch jederzeit anmelden und wieder abmelden.

Reguläres Kennzeichen

Wie das reguläre Kennzeichen aufgebaut ist, müssen wir Ihnen sicherlich nicht mehr genauestens erklären. Zu sehen sind das Kürzel für den Verwaltungsbezirk der Zulassungsstelle und 1-2 Buchstaben plus 3-4 Ziffern.

➤ Saison-Kennzeichen:

Das Saisonkennzeichen ist für Sie sinnvoll, wenn Sie Ihren Oldtimer z.B. nur in den warmen Monaten des Jahres fahren möchten. Erlaubt ist eine Zulassung mit Saisonkennzeichen für zwei bis 11 Monate. Bei der Zulassung müssen Sie also angeben, in welchen Monaten Sie Ihren Oldie fahren möchten.

Haben Sie sich für einen Zeitraum entschieden, dann werden die Monatsziffern für den Zulassungszeitraum anschließend im Kennzeichen eingeprägt. Ist auf dem Kfz-Kennzeichen auf der rechten Seite z.B. 04/10 (siehe Beispiel) zu lesen, dann darf das Fahrzeug nur in den Monaten von April bis Oktober gefahren werden.

Saison-Kennzeichen

Der Vorteil des Saisonkennzeichens liegt darin, dass Sie sich den Gang zur Zulassungsstelle sparen können, um Ihren Oldtimer abzumelden und wieder neu anzumelden. Das spart natürlich nicht nur Zeit und Nerven, sondern auch Geld.

➤ H-Kennzeichen:

Besitzen Sie ein Fahrzeug, das vor mindestens 30 Jahren das erste Mal in Betrieb genommen wurde und dem Originalzustand entspricht, dann können Sie dieses als Oldtimer zulassen und mit einem H-Kennzeichen fahren. Dabei handelt es sich um das sogenannte „historische Kennzeichen“. Es sieht im Prinzip aus wie das reguläre Kennzeichen. Lediglich auf der rechten Seite befindet sich bei einem historischen Kennzeichen zusätzlich noch ein H.

H-Kennzeichen

Der Vorteil dieses Nummernschildes liegt darin, dass Sie für Ihren Oldtimer, und das gilt auch für alle anderen Oldies, pauschal nur 191 Euro Steuern zahlen müssen (siehe Informationen des ADAC). Dafür benötigen Sie allerdings aber auch ein spezielles Gutachten, dass bescheinigt, dass es sich bei Ihrem Fahrzeug wirklich um ein „kraftfahrzeugtechnisches Kulturgut“, sprich also einen Oldtimer, handelt.

➤ Wechsel-Kennzeichen:

2012 wurden in Deutschland die Wechselkennzeichen eingeführt, mit denen sich gleich zwei Fahrzeuge fahren lassen. Das Wechselkennzeichen wird also für beide Fahrzeuge zugeteilt, Sie dürfen dieses aber immer nur an einem der beiden führten.

Wechsel-Kennzeichen

Das Wechselkennzeichen besteht also aus zwei Teilen: einen Teil, der fest mit dem Fahrzeug verbunden ist, und einen für beide Fahrzeuge gemeinsamen Wechselteil. Sie bekommen also ein reguläres Kennzeichen plus zwei kleine Zusatzschilder. Auf dem einen Zusatzschild befindet sich eine eins und auf dem anderen eine zwei, jeweils also für Fahrzeug 1 und Fahrzeug 2. Nur das Fahrzeug mit dem vollständigen Wechselkennzeichen darf dann gefahren werden.

Fazit:

Haben Sie sich erst einmal für das passende Kennzeichen für Ihren Oldtimer entschieden, dann steht dem Fahrspaß eigentlich nichts mehr im Weg. Sollte es allerdings doch noch Fragen zu den einzelnen Zulassungsmöglichkeiten geben, dann schauen Sie einfach mal auf Autobild vorbei. Hier finden Sie im Ratgeberbereich ausführliche Informationen zum Thema Kfz-Kennzeichen und noch vieles mehr.