Ist bei einem Schaden am PKW die KFZ-Versicherung im Spiel, kommen Sie um eine Schadensmeldung nicht herum. Mit diesen 5 Tipps melden Sie den Schadensfall richtig.

Unfallschaden begutachten
Gutachter prüft Unfallschaden

Egal ob Parkrempler oder Auffahrunfall, ein Schaden am PKW ist schnell passiert. Dabei spielt es dann auch keine Rolle, ob Sie selbst den Schaden verursacht haben oder aber geschädigt wurden. Denn sobald ein Schadenfall eingetreten ist, kommen meist die Versicherungen ins Spiel. Mit den folgenden Tipps will ich Ihnen zeigen, worauf Sie bei der Schadensmeldung achten sollten.

1.Tipp – Unfallhergang dokumentieren

Gerade wenn es sich um die sogenannten Bagatellschäden handelt, wird oft darauf verzichtet die Polizei zu rufen. Gerade in solchen Fällen, sollten Sie darauf bedacht sein den Unfallhergang genau zu dokumentieren. Am besten machen Sie dafür ein paar Fotos vom Unfallort und den am Fahrzeug entstandenen Schaden. Des weiteren sollte Sie eine kleine Skizze mit den Verkehrsgegebenheiten anfertigen. Denn gerade wenn die Schuldfrage nicht eindeutig geklärt ist, kann die Versicherung anhand ihrer Angaben den Unfallhergang rekonstruieren.

Hinweis: Verlangen Sie unbedingt den Name und Anschrift vom Unfallbeteiligten, den Namen der Versicherung und die Versicherungsnummer. Sollte es hier zu Unstimmigkeiten kommen, rufen Sie auch bei kleinen Schäden die Polizei zur Hilfe.

2.Tipp – Versicherung informieren

Wenn es zu einem Schaden gekommen ist, müssen Sie unverzüglich (bis zu einer Woche) Kontakt mit ihrer KFZ-Versicherung aufnehmen. Gerade Fahranfänger befürchten dadurch hohe Beiträge für die KFZ-Versicherung. Wobei aber auch viele Glauben, dass hier nur der Unfallverursacher den Schaden seiner Versicherung zu melden hat. Doch das ist weit gefehlt denn auch als Geschädigter hat man die Pflicht den Schadenfall seiner Versicherung zu melden. Die gültigen Fristen für die Schadensmeldung finden Sie entweder direkt auf der Versicherungspolice oder in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Versicherung.

3.Tipp – Schadensmeldung ausfüllen

Meistens ein paar Tage nach dem der Schaden der Versicherung bekannt ist, flattert die Schadensmeldung ins Haus. Obwohl viele Versicherer aus Zeitgründen dazu übergegangen sind das Formular zum Download bereitzustellen. Können Sie natürlich auch direkt zu ihrem Versicherungsvertreter gehen, um das Formular auszufüllen. Wenn Sie den ersten Tipp befolgt haben, sollte Ihnen jedoch das ausfüllen der Schadensmeldung nicht schwer fallen.

Denn hier müssen Sie so genau wie möglich den Unfallhergang beschreiben und eventuelle Fotos und angefertigte Skizzen beilegen. Falls die Polizei am Unfallort war, wurde ein Unfallbericht ausgestellt diesen kann die Versicherung unter Angabe des Aktenzeichens anfordern. In der Schadensmeldung kann man auch Zeugen benennen die den Unfall beobachtet haben.

Hinweis: Egal wie Sie die Schadensmeldung erhalten per Post, Online oder vom Versicherungsvertreter, die Angaben müssen wahrheitsgemäß gemacht werden.

4.Tipp – Schuldeingeständnis

Auch wenn Sie am Unfallort verständlicher Weise sehr aufgebracht sind, vermeiden Sie vor dem Unfallgegner oder der Polizei Aussagen wie: „Ich bin Schuld“ oder „Ich war in Gedanken“. Denn in einem Streitfall können diese Aussagen gegen Sie verwendet und als Schuldeingeständnis gewertet werden. Daher über Sie sich trotz der angespannten Situation in Zurückhaltung. Unterschreiben Sie auch nicht einfach ohne durchzulesen den Unfallbericht, da vielleicht der Polizeibeamte ihr Aussage zum Unfallhergang anders wieder gegeben hat. Auch die Feststellung der Schuldfrage kann im Unfallbericht offen gelassen werden. Kommt es zu einer gerichtlichen Auseinandersetzung können sich die Versicherungsunternehmen mit der Schuldfrage auseinander setzen.

5.Tipp – Reparatur veranlassen

Hin und wieder kommt es vor, dass sich ein Unfallbeteiligter ohne die Versicherung zu informieren, die Reparatur in der Werkstatt durchführen lässt. Davon ist jedoch abzuraten, da die KFZ-Versicherer inzwischen eng mit Gutachtern von Dekra oder TÜV zusammenarbeiten. Um im Auftrag der Versicherung das beschädigte Auto zu Begutachten. Wäre in solch einem Fall das Fahrzeug bereits repariert kann die Versicherung der Regulierung des Schadens ablehnen.

Mein Tipp: Erst das Schreiben der abwarten und dann die Reparatur in Auftrag geben. Nicht das Sie nachher auf Ihrem Schaden sitzen bleiben.

Wenn Sie oben genannten Tipps befolgen, sollte bei der Abwicklung im Schadensfall nichts mehr schief gehen. Auch wenn Sie selbst einmal Schuld sind, halten Sie sich an die Fakten und bleiben vor allem bei dem Wahrheit. Daher sollte die erste Frage immer in Richtung ihres Unfallgegners gehen: „Geht es Ihnen gut oder haben Sie Schmerzen?“ den es zählt zu ihrer Pflicht als Autofahrer Erste Hilfe zu leisten.