Wer viel Geld für einen Neuwagen ausgibt, will diesen richtig versichert wissen. Muss es aber gleich Vollkasko sein? Lohnen sich Extras wie die Neupreisentschädigung?

Auch ein Neuwagen ist nicht vor Unfällen geschützt
Auch ein Neuwagen ist nicht vor Unfällen geschützt

Jedes Auto sollte mit den passenden Maßnahmen optimal geschützt werden. Aber speziell bei einem Neuwagen wäre es besonders ärgerlich, wenn dieser nicht genügend abgesichert ist und so beispielsweise durch einen kleinen Unfall schon enorm an Wert verliert.

Von der Neupreisentschädigung bis zum Rabattretter gibt es also einige Schlagworte, die Sie als Neuwagen-Käufer kennen sollten. Hinzu kommt noch die Frage, ob sich eine Vollkasko mit Selbstbeteiligung wirklich lohnt. Erfahren Sie durch unsere Tipps, auf was es beim Thema Kfz-Versicherung und Neuwagen wirklich ankommt und wie Sie sich gegen zu hohe Kosten schützen können.

Neuwagen richtig versichern – Beachten Sie diese Tipps

Tipp 1 – Neupreisentschädigung:

NeupreisentschädigungSie haben sich für einen Neuwagen entschieden und die Freude ist groß. Doch bereits nach wenigen Tagen passiert es – ein Unfall! Ihnen ist glücklicherweise nicht viel passiert, aber das Fahrzeug hat einen Totalschaden. Natürlich gibt es für solche Fälle eine Kfz-Versicherung. Allerdings kann es passieren, dass diese nur den aktuellen Marktwert bezahlt. Da der Marktwert aber bereits nach dem Kauf um bis zu 20 Prozent niedriger sein kann als der Kaufpreis, sind die finanziellen Verluste mitunter erheblich.

Zum Glück gehört bei vielen Kaskoversicherungen jedoch eine so genannte Neupreisentschädigung zum Vertragsumfang dazu. Doch auch diese Entschädigung gilt im Durchschnitt nur für die ersten sechs Monate. Käufer besonders teurer Fahrzeuge sind daher gut damit beraten, die Neupreisentschädigung auf 24 Monate auszuweiten. Diese Möglichkeit bietet zwar nicht jede Versicherung an, aber speziell die großen Versicherungsunternehmen kommen ihren Kunden gerne entgegen.

Tipp 2 – Vollkasko für den Neuwagen abschließen:

Vollkasko für den Neuwagen abschließenWenn Sie sich bei Ihrem Neuwagen für eine andere Kfz-Versicherung entscheiden und mit dieser einen Vertrag abschließen, kündigen Sie dadurch automatisch bei Ihrer vorherigen Versicherung. Sie sollten trotzdem Ihre alte Versicherung über den Wechsel informieren, da Sie so mitunter die zu viel gezahlten Beträge zurückbekommen.

Gerade bei einem Neuwagen lohnt es sich dabei eine Vollkasko abzuschließen. Im Gegensatz zur Teilkasko werden dabei auch selbstverursachte Schäden übernommen. Bei einem Neuwagen kann nämlich schon ein kleiner Unfall einen enormen Wertverlust bedeuten – entscheiden Sie sich deshalb lieber für den sicheren Weg. Es muss natürlich nicht immer ein Totalschaden sein. Im Durchschnitt verursacht jeder Bundesbürger alle 12 Jahre einen Blechschaden.

Tipp 3 – Selbstbeteiligung und Schadenfreiheitsklasse:

SelbstbeteiligungÄrgerlich ist es, wenn eine kleine Kollision bereits die Beitragssätze für die Vollkaso oder Teilkasko erhöht. Deshalb macht es Sinn, dass Sie sich im Vorfeld für eine Selbstbeteiligung zwischen 200 und 300 Euro entscheiden.

Ebenfalls wichtig ist, dass Sie sich vor dem Abschließen einer Kfz-Versicherung darüber informieren, in welche Schadensfreiheitsklasse Sie bei einem Unfall zurückfallen. Diese Einteilung ist nämlich von der Kfz-Versicherung abhängig und kann stark variieren.

Tipp 4 – Gleiche Beiträge trotz Unfall mit dem Rabattretter:

RabattretterHaben Sie schon einmal vom Rabattretter gehört? Dabei handelt es sich um einen optionalen Zusatz in der Versicherung, den viele Kfz-Versicherer anbieten. Mithilfe des Rabattretters bleiben Sie nach einem Unfall in der selben Schadensfreiheitsklasse, wodurch auch die Beitragskosten gleich bleiben. Allerdings wird zwischen mehreren Varianten von Rabattrettern unterschieden:

» Autofahrer, die bereits über 25 Jahre ohne einen Unfall unterwegs sind:

Diese bekommen häufig automatisch einen Rabattretter. Diesen gibt es in zwei Versionen: als echten Rabattretter und als unechten Rabattretter. Bei der echten Variante steigen weder die Kosten noch die Schadensfreiheitsklasse. Beim unechten Rabattretter hingegen wird der Versicherte zurückgestuft, aber nur soweit, dass die Prämie nicht steigt.

» Autofahrer, die noch keine 25 Jahre unfallfrei sind:

Diese können sich für einen optionalen Rabattschutz entscheiden. Dieser sorgt ebenfalls dafür, dass nach einem Unfall die Beiträge gleich bleiben, während die Schadensfreiheitsklasse sich ändert. Der Rabattschutz ist allerdings nicht gerade preiswert und sollte gut durch kalkuliert sein.

Lesetipps:

Weitere nützliche Informationen zum Thema Kfz-Versicherung gibt es auch auf der Website des Bund der Versicherten oder direkt bei einem Anbieter für KFZ Versicherungen.

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