Wenn sich die Marktlage noch weiter verschlechtert, dann drohen bei Audi im Jahr 2013 weitere Produktionskürzungen. Schon im Oktober gab es Produktionsstopps bei der VW-Tochter.

Audi: Weitere Produktionskürzungen sind möglich
Audi: Weitere Produktionskürzungen sind möglich

Dies erklärte nun der Gesamtbetriebsratsvorsitzende Peter Mosch in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters. Demnach sagte er: Sollte sich die Marktlage Anfang nächsten Jahres deutlich verschlechtern, kann es durchaus sein, dass man noch einmal eingreifen muss.

Aktuell keine Einschränkungen geplant

Schon Anfang und Ende Oktober wurde die Herstellung in Neckarsulm um jeweils eine Woche unterbrochen. Hier werden große Modelle wie der R8, der A8 oder der A7 hergestellt. Kurzfristig reichten diese Maßnahmen aus Sicht von Mosch aus. Seiner Darstellung nach sind aktuell keine weiteren Einschränkungen bei der Herstellung bei Audi eingeplant – so zumindest der aktuelle Stand.

Gesamtbetriebsratschef: 2013 wird ein gutes Jahr

Allerdings äußerte sich der Gesamtbetriebsratschef in dem Interview auch verhalten optimistisch was das kommende Jahr angeht. Dies gelte auch trotz der Unsicherheiten in Sachen Konjunktur in Europa, fügte er hinzu. Sollte die Weltwirtschaft in den kommenden Wochen und Monaten vor Einbrüchen der Konjunktur verschont bleiben, dann wird 2013 ein gutes Jahr, so der Gesamtbetriebsratschef. Der Audi-Konzern selbst äußerte jüngst erst, dass es in den nächsten ein bis zwei Jahren in Europa eine Stagnation geben wird.

Produktionsstopps im Hauptwerk Ingolstadt nicht gänzlich ausgeschlossen

Im Audi-Werk in Neckarsulm werden pro Tag 1.200 Autos hergestellt. Dies ist in etwa die halbe Menge vom Stammwerk Ingolstadt, in dem unter anderem der A3 vom Band rollt. Sollte sich die Konjunkturlage tatsächlich in Europa noch weiter verschlechtern, dann sind auch Stopps der Produktion laut Mosch in Ingolstadt nicht ausgeschlossen. Audi verkauft gut 50 Prozent seiner Wagen auf dem heimischen Kontinent.

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