Der Ausstieg von PSA Peugeot Citroen aus dem gemeinsamen Unternehmen mit BMW in Sachen Hybridentwicklung könnte die Franzosen teuer zu stehen kommen. Der bayerische Autobauer fordert nun einem Medienbericht zufolge eine enorme Entschädigung.

BMW Forderung
BMW fordert Millionenbetrag

Wie nämlich die Wirtschaftswoche berichtet, soll der krisengeschüttelte französische Konzern seinem bayerischen Partner einen zweistelligen Millionenbetrag bezahlen. Dies sollen Insider von BMW dem Blatt berichtet haben. Von BMW selbst gibt es bislang keine Stellungnahme diesbezüglich. Es würden gute Gespräche mit Peugeot laufen, Verhandlungsdetails blieben aber nichtöffentlich, erklärte hierzu ein BMW-Sprecher.

Gerüchte beziffern Forderung auf 60 Millionen Euro

Bekanntlich hatten die beiden Unternehmen im Juni dieses Jahres kurz nach dem Start ihre Partnerschaft zur Produktion und Entwicklung von Hybridkomponenten beendet. Grund hierfür war das Einsteigen von General Motors bei den Franzosen. Da BMW mehr Geld investiert hatte als PSA, zum Beispiel für Leistungen im Bereich der Entwicklungen, wurde schon im Sommer angekündigt, dass Peugeot eine Rechnung gestellt werde. Anfang Oktober kamen Gerüchte auf, wonach BMW 60 Millionen Euro für entgangene Skalen- und Synergie-Effekte gefordert haben soll.

BMW hält an Unternehmen fest

Unterdessen hält BMW offenbar an dem bisher zusammen mit PSA betriebenen Unternehmen namens BPCE weiterhin fest. Denn der bayerische Konzern braucht die Hybridkomponenten für das künftige emissionsärmere Autofahren. Bis zum Jahr 2015 läuft auch noch eine Kooperation im Motorenbereich der beiden Hersteller. Diese Antriebe für Kleinwagen werden zusammen entwickelt und gebaut und kommen im BMW 1er, im Mini und in Kleinautos der Marken Peugeot und Citroen zum Einsatz.

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