Die Krise auf dem europäischen Automarkt ist natürlich auch den Unternehmen in China nicht verborgen geblieben. Nun gibt es Berichte, wonach die Beijing Automotive Group (BAIC) offenbar auf der Suche nach einem geeigneten Übernahmekandidaten ist.

BAIC plant Übernahme
BAIC plant mögliche Übernahme von PSA

Dies berichtet nun der Wirtschaftsdienst Bloomberg. Demnach soll BAIC ein Scout-Team nach Europa entsendet haben. Das Ziel lautet hierbei, die möglichen Übernahmekandidaten zu überprüfen. Spekulationen zufolge könnte insbesondere der französische Konzern PSA Peugeot Citroen ins Visier von BAIC rücken. Eher unwahrscheinlicher scheint hingegen eine Übernahme des schwächelnden deutschen Autobauers Opel, da hier General Motors mit zu vielen Lizenzen ausgestattet ist.

Bei dem chinesischen Konzern BAIC handelt es sich um einen der größten Autohersteller im Reich der Mitte. Für den chinesischen Markt produziert das Unternehmen beispielsweise in Joint Ventures Wagen für Hyundai und auch Daimler. Im vorigen Jahr rollten bei BAIC über 1,6 Millionen Autos vom Band.

Ziel: 400.000 Autos in Europa bis 2020

Wie Bloomberg den BAIC-Chef Xu Heyi zitiert, versucht der Konzern alles Erdenkliche, um auch Märkte in Übersee erobern zu können. Bis zum Jahr 2020 will das Unternehmen mindestens 400.000 Fahrzeuge auch auf unserem Kontinent verkaufen, ließ Xu Heyi wissen. Bereits im Vorjahr erklärte der Firmenchef das Ziel, dass BAIC multinational operieren müsse.

Drei mögliche Übernahmekandidaten im Auge

Der Konzern selbst hat den Worten eines weiteren BAIC-Managers zufolge drei mittelgroße Autohersteller mit einem guten Image im Auge. Solange der europäische Markt noch derart schleppend verlaufe, wolle das chinesische Unternehmen den Kauf tätigen, zitierte Bloomberg diesen Manager. Anschließend sollen die Fabriken als Herstellungsbasis für die Expansion genutzt werden. Konkrete Namen der möglichen Übernahmekandidaten wurden aber nicht genannt.

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