Fiat zahlte mehrere Millionen US-Dollar um Mehrheitseigner zu werden
Fiat zahlte mehrere Millionen US-Dollar um Mehrheitseigner zu werden

Fiat ist ab sofort Mehrheitseigner beim US-Autobauer Chrysler. Denn gut zwei Jahre nach der Insolvenz des Unternehmens haben Kanada und auch die USA ihre verbliebenen Anteile an der einstigen Tochter des deutschen Daimler-Konzerns verkauft.

53,5 Prozent der Anteile bei Fiat
Dadurch hält der italienische Fiat-Konzern nun 53,5 Prozent der Anteile an Chrysler. Dieser Anteil soll nach dem Willen des Großaktionärs bis Ende des Jahres auf 58,5 Prozent aufgestockt werden. Somit gibt es für das italienische Unternehmen jetzt auch eine Mitglieder-Mehrheit im Verwaltungsrat von Chrysler. Die restlichen Anteile an dem Autobauer aus den Vereinigten Staaten werden von einem Gesundheitsfonds der Gewerkschaft gehalten. Fiat hat hierauf aber eine Kaufoption.

Fiat setzt Ankündigung rasch um
Erst zu Beginn des vergangenen Monats hatte Fiat angekündigt, die restlichen Staatsanteile zu übernehmen. Demnach überwies der Konzern 500 Millionen US-Dollar an die Vereinigten Staaten. Kanada erhielt für seine Anteile an Chrysler 125 Millionen US-Dollar aus Italien. Während die USA sechs Prozent an Chrysler gehalten hatte, hatte die kanadische Regierung 1,5 Prozent an dem Autobauer. Im Jahr 2009 hatten die beiden Staaten den in Turbulenzen geratenen Autobauer vor dem Aus gerettet – gemeinsam mit Fiat.

US-Steuerzahler: Milliarden-Verlust
Die USA hat hierbei mit dem Abschluss des Deals einen Verlust von 1,3 Milliarden US-Dollar gemacht. Denn insgesamt pumpte der Staat 12,5 Milliarden Dollar in Chrysler. Zurück gab es nach Angaben des Finanzministeriums allerdings nur rund 11,2 Milliarden US-Dollar. Dafür wurden aber immerhin zehntausende Jobs bei Chrysler gerettet.

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