Die Absatzkrise auf dem europäischen Markt hält nach wie vor an. Dies ergibt sich aus den Zahlen des ersten Halbjahres 2013, die nun bekannt geworden sind.

Automarkt Europa
Neuzulassungen weiter im Sinkflug

Demnach wurden in der Europäischen Union im ersten Halbjahr 2013 insgesamt 6,2 Millionen Autos neu zugelassen. Dies sind satte 6,6 Prozent weniger als noch in den ersten sechs Monaten des Vorjahres. Nach Angaben des europäischen Branchenverbandes Acea vom Dienstag fiel das Minus im Juni 2013 im Vergleich zum sechsten Monat des Jahres 2012 mit 5,6 Prozent etwas niedriger aus als das gesamte erste Halbjahr. Allerdings war es auch der schwächste Juni bei den Neuzulassungszahlen seit dem Jahr 1996.

Deutschland, Frankreich und Italien kräftig im Minus im Jahr 2013

Auch der lange Zeit stabile deutsche Markt kann derzeit kein Rettungsanker für Europa darstellen. Im Juni lag das Minus hier im Vergleich zu 2012 bei 4,7 Prozent. Im gesamten ersten Halbjahr wurden in Deutschland sogar 8,1 Prozent weniger Wagen neu zugelassen als es noch von Januar bis Juni des Vorjahres der Fall war. Noch deutlicher fielen die Rückgänge in Italien und Frankreich aus, zwei der größten Sorgenkinder auf unserem Kontinent. Hier lagen die Verkaufszahlen mehr als zehn Prozent unter denen des Vorjahres. Ganz anders dagegen die Situation in Großbritannien. Denn im Vereinigten Königreich wurden in den ersten sechs Monaten 2013 sogar zehn Prozent mehr Wagen neu auf die Straßen der britischen Insel gebracht als vor einem Jahr.

Daimler konnte in der EU mehr Wagen verkaufen als noch 2012

Unter den Herstellern konnte sich hingegen Daimler dem Trend entgegenstellen. Denn in Europa wurden in den ersten sechs Monaten dieses Jahres fast 344.000 Mercedes und Smart verkauft. Somit steigerte der Konzern seine Verkaufszahlen in Europa um 2,1 Prozent. Dagegen mussten auch BMW (-3,6 Prozent) und der größte europäische Autokonzern Volkswagen (-3,4 Prozent) ebenfalls Rückgänge bei den Verkäufen hinnehmen. Opel/Vauxhall hingegen lagen bei 6,7 Prozent Minus im Vergleich zum ersten Halbjahr 2012, während aber der Mutterkonzern General Motors aufgrund von Verkaufseinbrüchen bei Chevrolet sogar bei einem Rückgang von elf Prozent lag – und damit auf einem ähnlichen Minus-Level wie Fiat oder PSA Peugeot Citroen.

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