Fiat erwartet bis 2014 schwachen Automarkt
Fiat erwartet bis 2014 schwachen Automarkt

Der Chef des italienischen Autobauers Fiat, Sergio Marchionne, erwartet nicht nur für das Jahr 2012, sondern bis 2014 hin einen schwachen Automarkt in Europa.

Zu hohe Produktionskapazitäten bei den europäischen Autobauern
Denn Marchionne erklärte nun in einem Interview in seiner Heimat, dass er mindestens für die beiden kommenden Jahre düstere Zeiten diesbezüglich erwarte. Die schwache Nachfrage soll demnach bis mindestens zum Jahr 2014 andauern. Seiner Meinung nach sind nämlich die Produktionskapazitäten in Europa schlichtweg zu hoch.

Fusion mit Chrysler wichtig für Fiat
Der italienische Autobauer selbst steckt in einem ähnlichen Dilemma wie zum Beispiel der kriselnde Konkurrent PSA Peugeot Citroen aus Frankreich. Denn auch Fiat leidet unter der schlechten wirtschaftlichen Lage im Süden Europas und der starken Abhängigkeit im Kleinwagenverkauf in diesen Ländern. Immerhin aber kann der Fiat-Konzern dank Chrysler auf gute Absätze in anderen Regionen hoffen, in denen Fiat mit seiner Stammmarke nicht zum Zuge kommt. Denn 2009 hatten sich Fiat und Chrysler bekanntermaßen zusammengeschlossen.

Export, Werksschließungen und Börsengang im Fokus
Für Fiat gibt es drei Optionen, um der erwarteten Krise entgegenzuwirken. So könnte Fiat nun selbst Autos nach Nordamerika exportieren. Sollte dies nicht gelingen, dann droht laut Marchionne die Schließung zweier Werke in Italien. Weniger wahrscheinlich ist den Worten des Fiat-Bosses zufolge hingegen ein möglicher Börsengang der inzwischen wieder profitablen Tochter Chrysler.

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