Der US-Autobauer hat nun einen Gewinneinbruch für das zweite Quartal 2012 vermeldet. Während das Unternehmen in seiner Heimat ordentlich Gewinne einstreicht, ist vor allem das Auslandsgeschäft verlustreich.

Ford Gewinneinbruch
Ford mit Gewinneinbruch

Verlust außerhalb Nordamerikas verdreifacht

Wie das US-Unternehmen informierte, haben sich insbesondere in Europa seit Beginn des Jahres die Marktbedingungen enorm verschlechtert. Nach ersten Einschätzungen von Ford hat sich der Verlust außerhalb von Nordamerika im Vergleich zu Januar bis März 2012 in etwa verdreifacht. Der Gesamtkonzern jedoch wird dennoch eine positive Bilanz ausweisen.

Verlust könnte bei 570 Millionen Dollar im Ausland liegen

Ford hatte in den ersten drei Monaten dieses Jahres im Ausland einen Verlust von rund 152 Millionen Euro eingefahren – der Großteil davon wurde in Europa verzeichnet. Von April bis Juni 2012 könnten dies nun nach 190 Millionen Dollar in den ersten drei Monaten des Jahres bis zu 570 Millionen US-Dollar sein. Wie der Branchenverband ACEA informierte verkaufte Ford von Januar bis Mai 2012 im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres 8,4 Prozent weniger Autos. Dagegen betrug der Rückgang der gesamten Branche 7,7 Prozent.

Kurzarbeit in Köln: Sieben Tage standen Bänder bisher still

Aufgrund der Absatzprobleme in Europa hatte Ford bekanntlich für seine Kölner Werke Ende April 2012 Kurzarbeit angemeldet. Im Mai und Juni standen die Bänder an insgesamt sieben Tagen in der Domstadt still – ein Tag weniger als ursprünglich geplant. Im Jahr 2011 produzierte der US-Autobauer rund 368.000 Autos in Köln, allen voran den Fiesta. Nach bisherigem Stand sollen in diesem Jahr zwischen fünf und sieben Prozent weniger Autos vom Band rollen. Für das Focus-Werk im saarländischen Saarlouis wurde bislang keine Kurzarbeit beantragt.

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