Einem aktuellen Zeitungsbericht zufolge will Ford sein Werk in Genk in Belgien schließen. Konzernkreise hätten dies bereits bestätigt, berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung.

Ford Mondeo
Ford schließt Werk in Belgien

Demnach soll die Schließung nach Möglichkeit Ende des kommenden Jahres erfolgen. Allerdings muss Ford bei diesem Vorhaben im belgischen Genk mit enormem Widerstand der Gewerkschaften rechnen. Bislang laufen in dem Werk der Mondeo, der S-Max und der Galaxy vom Band. Bei einer Schließung des Werkes in Genk könnte der Standort in Köln einer der Nutznießer sein.

Reaktion auf starke Absatzrückgänge in Europa

Mit dem angestrebten Abbau von Produktionskapazitäten will der US-Hersteller dem Bericht zufolge auf den starken Rückgang der Absätze in Europa reagieren. Seit fünf Jahren schrumpft dieser ohne Unterbrechung. In den ersten neun Monaten dieses Jahres produzierte Ford 739.000 Autos – 12 Prozent weniger als noch in den ersten drei Quartalen des Vorjahres. Im September 2012 lag das Minus sogar bei satten 15 Prozent. Im Europageschäft kündigte der Autobauer schon einen Verlust von über einer Milliarde US-Dollar im laufenden Jahr an.

Ford in Genk nur zu zwei Dritteln ausgelastet

Beim Ford-Werk in Genk handelt es sich um die zweitgrößte Herstellungseinrichtung des Unternehmens in Westeuropa – bei der reinen Autoherstellung ohne Getriebe und Motoren. Allerdings ist das Werk nur zu zwei Dritteln ausgelastet, eine Schließung könnte Analysten zufolge 500 Millionen US-Dollar jährlich einsparen. Möglicherweise könnte Köln eines oder mehrere der drei Modelle erhalten, die bislang in Belgien produziert werden, so die aktuellen Spekulationen. Im deutschen Werk am Rhein wird bislang nur der Fiesta hergestellt. Allerdings könnte beispielsweise auch die US-amerikanische Mondeo-Schwester Fusion aus den Staaten nach Europa importiert werden.

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