Nach dem Bekanntwerden von Milliardenverlusten und einem starken Kursverfall, deutet sich offenbar Rettung für den Autobauer PSA Peugeot Citroen an.

Frankreich erwägt Einstieg bei PSA Peugeot Citroen
Frankreich erwägt Einstieg bei PSA Peugeot Citroen

Denn der französische Staat könnte offenbar bei dem angeschlagenen Unternehmen einsteigen. Zumindest gibt es diesbezüglich konkrete Erwägungen.

Budgetminister Frankreichs deutet Möglichkeit des Einstiegs an

Eine entsprechende Kapitalbeteiligung bei PSA bezeichnete der Budgetminister Jérôme Cahuzac als möglich. Hierbei erfolgte der Verweis des Ministers auf den staatlichen Investitionsfonds FSI. Diese Option wäre allerdings die letzte Möglichkeit. Wie es in Frankreich heißt, könnte diese Option gezogen werden, wenn es PSA Peugeot Citroen nicht selbst schaffen würde, die steigenden Verluste zu stemmen.

Abschreibungen von 4,1 Milliarden Euro angekündigt

Letzte Woche hatte der Autobauer mitgeteilt, dass in der Bilanz für das vergangene Jahr neue Abschreibungen von insgesamt 4,1 Milliarden Euro verbucht werden müssten. Grund hierfür sind neue Bilanzierungsregeln und auch die ausbleibende Hoffnung auf ein baldiges Genesen der Branche. Mit 3,98 Milliarden Euro trifft der Großteil der Abschreibungen die Autosparte. Somit droht dem Unternehmen ein Rekordverlust, die Zahlungsfähigkeit soll aber nicht eingeschränkt sein. Die detaillierten Zahlen sollen kommende Woche bekanntgegeben werden.

PSA kooperiert mit Opel

Damit Kosten eingespart werden können, gibt es bekanntlich eine weitreichende Kooperation in der Fahrzeugentwicklung zwischen PSA und dem deutschen Autobauer Opel. Bekanntlich sollen auf der PSA-Technologie zwei neue Opel-Fahrzeuge entstehen. Denn insbesondere bei den Großraumlimousinen wird die Erfahrung der Franzosen geschätzt. Diese gelten nämlich als besonders erfahren beim Bau von Großraum-PKW.

Dabei gibt der Rüsselsheimer Autobauer zwei wichtige Fahrzeugprojekte in die Hände seines Partners. Zwei neuen Plattformen – eine für kompakte Familienwagen in der Größe des Opel Zafira und eine für Autos im Segment des erfolgreichen Opel Meriva – sollen auf der Technologie von PSA basieren. Im Kleinwagen-Segment des Opel Corsa wollen die beiden Partner gemeinsam den Unterbau für Modelle mit geringem CO2-Ausstoß entwickeln.

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