Die französische Regierung scheint als erste in Europa offenbar der angeschlagenen Autoindustrie mit einem konkreten Hilfsplan unter die Arme greifen zu wollen. Allerdings wird es keine Neuauflage der Abwrackprämie geben.

Staatshilfe PSA Peugeot Citroen
Frankreich bietet Staatshilfe für Autobauer

Hybrid- und Elektrotechnologien sollen gefördert werden

Vielmehr will die Regierung in Frankreich offenbar mit ihrem Hilfsprojekt insbesondere Hybrid- und Elektrotechnologien fördern. So erklärte der französische Industrieminister Arnaud Montebourg am Mittwoch, dass es in Richtung einer massiven Unterstützung für saubere und innovative Wagen gehe. Dies erklärte der Minister dem Radiosender France Inter.

Ausbau des Bonus-Malus-Systems in der Diskussion

Während eine erneute Abwrackprämie definitiv nicht kommen wird, soll vielmehr das Bonus-Malus-System ausgebaut werden. Dies sei eine der anvisierten Optionen, ließ Montebourg wissen. Dieses System fördert den Kauf von abgasarmen Autos, während die vergleichsweise die Umwelt schädigenden Autos verteuert werden. Den konkreten Hilfsplan will die französische Regierung am kommenden Mittwoch vorlegen.

Massive Kritik an der Führung von PSA Peugeot Citroen

Zugleich ließ der Minister erneut die Position der französischen Regierung in Sachen PSA Peugeot Citroen deutlich werden. Er äußerte massive Kritik an der Führung des französischen Autobauers sowie an die Peugeot-Familie als einflussreichem Großaktionär. Im Zusammenhang mit dem geplanten großen Stellenabbau bei dem Unternehmen ließ Montebourg wissen, dass die Regierung ein wahrhaftiges Problem mit der Firmenstrategie und der jüngst vereinbarten Kooperation mit GM habe. Es stelle sich die Frage, in welche Richtung PSA gehen wolle.

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