General Motors steigt bei Peugeot ein
General Motors steigt bei Peugeot ein

Nachdem wir gerade noch von den Spekulationen um einen Einstieg von General Motors bei PSA Peugeot Citroen berichtet hatten, ist die Allianz der beiden Autobauer nun besiegelt.

Kooperation ist kein Zusammenschluss
GM wird sich mit sieben Prozent an dem französischen Unternehmen beteiligen. Den Informationen der beiden Firmen zusammen ist eine Kooperation in der Produktentwicklung, in der Logistik und im Einkauf geplant. Mit dem Engagement erfolgt bei PSA Peugeot Citroen der Start einer großen Kapitalbeschaffung. Durch eine Kapitalerhöhung sollen eine Milliarde Euro eingesammelt werden. Bei der Kooperation mit General Motors handelt es sich jedoch nicht um einen Zusammenschluss, da der Anteil nicht aufgestockt wird. Dies stellte General Motors bereits klar. Gemessen am aktuellen Aktienkurs beträgt dieser sieben-prozentige Anteil 245 Millionen Euro.

Enorme Kostenersparnisse in fünf Jahren
Viel mehr geht es den beiden Partnern darum, Module, Komponenten und Fahrzeugarchitekturen zusammen zu entwickeln und zu nutzen. Darüber hinaus erfolgt die Gründung einer gemeinsamen Einkaufsgemeinschaft, wobei das gemeinsame Einkaufsvolumen mit 125 Milliarden Dollar beziffert wird. Die ersten Wagen der gemeinsamen Architektur sollen in vier Jahren auf den Straßen rollen. In fünf Jahren sollen Kostensenkungen von zwei Milliarden US-Dollar erreicht werden – über Mengeneffekte und bessere Einkaufspreise, sowie zusätzliche Einnahmen.

Auswirkungen auf Opel?
Mit gemischten Gefühlen wird sicherlich von Seiten Opels auf diese Kooperation zwischen PSA und GM geschaut. Denn während es GM Opel beispielsweise verwehrte, auch Autos in Amerika oder Asien zu verkaufen, könnte PSA Peugeot Citroen genau diesen Schritt nun nach der Kooperation mit GM vollziehen. Dies würde eine Schwächung der Erholungschancen für den Rüsselsheimer Autobauer bedeuten. Die nun vereinbarte Kooperation birgt sicherlich Chancen und Risiken für Opel.