Kartellamt kritisiert Sprit-Abzocke
Kartellamt kritisiert Sprit-Abzocke

Das Kartellamt hat nun die Macht der Ölkonzerne in Sachen der hohen Spritpreise angeprangert. Die Rekordpreise sind demnach in der Marktmacht der Firmen begründet.

Wenig Wettbewerb laut Kartellamtschef
Der Chef des Kartellamtes, Andreas Mundt, sieht den Grund im niedrigen Wettbewerb. Denn der Markt werde von fünf großen Mineralölkonzernen gemeinsam beherrscht, erklärte Mundt der Rheinischen Post. In diesem Oligopol sind die Konzerne in der Lage, Preissteigerungen im Großhandel an die Benzin-Verbraucher weiterzugeben. Zugleich betonte Mundt jedoch, dass seine Behörde keine verbotenen Preisabsprachen nachweisen konnte.

Rekordpreisniveau noch immer vorhanden
Der ADAC hatte zuletzt berichtet, dass ein Liter Diesel in Deutschland im Schnitt 1,51 Euro kostet. Der Preis für Super E10 befindet sich mit 1,62 Euro je Liter ebenfalls auf einem Hoch, wie es deutsche Autofahrer zuletzt im Sommer 2008 erleben mussten. Bislang hat sich diese Situation von Anfang der Woche nicht entspannt.

Kartellwächter fanden schon im Vorjahr keine Beweise für Preisabsprachen
Das Kartellamt berichtete bereits im Mai des Vorjahres ausführlich über die Situation des Tankstellen-Marktes in Deutschland. Bei der damaligen Vorlage der entsprechenden umfangreichen Untersuchung zog die Behörde den Schluss, dass die einzelnen Tankstellen bei der Preisgestaltung einfach auf die Konkurrenz schauten. Aus diesem Grund bewegten sich die Preise meist in die gleiche Richtung. Dazu seien illegale Preisabsprachen nicht notwendig.

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