Auf die beiden Autobauer Hyundai und Kia kommen eventuell Millionenzahlungen an Autokäufer aus den USA zu. Denn wegen falscher Angaben beim Spritverbrauch bei US-Modellen ihrer Fahrzeuge gab es nun Klagen von Kunden.

Kia Picanto
Kia und Hyundai vor Millionenklage

Zwei Kunden wollen rund 605 Millionen Euro

Aktuellen Informationen aus den Vereinigten Staaten zufolge sind vor einem kalifornischen Bezirksgericht mindestens zwei Klagen von Betroffenen eingegangen. Die Anwaltskanzlei Hagens Berman, die an dem Verfahren beteiligt ist, bezifferte den Schaden für die Kunden auf umgerechnet rund 605 Millionen Euro. Dies könnte jedoch erst der Anfang sein nach den bisherigen Informationen.

Kia und Hyundai räumten falsche Angaben ein

Denn die beiden kooperierenden Autobauer hatten erst in der vorigen Woche eingeräumt, dass ihre Verbrauchsangaben bei etwa 900.000 in den USA verkauften Autos nicht stimmen. Zuvor hatte die US-Umweltbehörde EPA bei Tests Unregelmäßigkeiten gefunden. Demnach verbrauchten einzelne Modelle von Kia und Hyundai auf 100 Kilometer bis zu 1,5 Liter mehr als angegeben wurde. Die beiden asiatischen Unternehmen hatten sich bei ihren Kunden entschuldigt und die Verbrauchsangaben nachträglich einer Korrektur unterzogen. Zudem wurde den Kunden versprochen, dass es einen finanziellen Ausgleich für den Mehrverbrauch gibt.

Jährliche Kosten durch freiwillige Rückzahlung bei 100 Millionen US-Dollar

Allerdings kritisierten die nun an dem Verfahren beteiligten Anwälte, dass das Verfahren zur Rückerstattung der Spritkosten zu kompliziert sei. Darüber hinaus erfolge auch kein Ausgleich für den nun anzunehmenden Wertverlust der Autos. Nach Einschätzung der Ratingagentur Moody’s müssen Kia und Hyundai schon für diese freiwillige Rückerstattung jedes Jahr 100 Millionen Dollar aufwenden bis die jeweiligen Autos verschrottet werden. Da es sich hierbei um Wagen der Modelljahre 2011 bis 2013 handelt, kann dies noch einige Jahre dauern.

Ein Gedanke zu „Kia und Hyundai wegen Verbrauchslüge in den USA verklagt“

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