Um den in die Krise geratenen deutschen Autobauer Opel gibt es wieder einmal wilde Gerüchte. So berichten Medien in Frankreich davon, dass die Regierung in Paris PSA Peugeot Citroen zum Kauf der GM-Tochter drängen soll.

Opel PSA Peugeot Citroen
PSA wird zum Kauf gedrängt

Wie die französische Zeitung Le Monde berichtet, soll so eine Allianz gegen den größten europäischen Autobauer Volkswagen zustande kommen. Bei ihrem Bericht beruft sich das als seriös geltende Blatt nicht nur auf Mitarbeiter des Finanzministeriums. Vielmehr sollen diese Informationen auch aus dem Umfeld von Präsident François Hollande stammen. Dagegen wird in Rüsselsheim abgewogen. Ein Sprecher von Opel erklärte heute umgehend, es handle sich um eine reine Spekulation.

Französischer Finanzminister heizt Gerüchte an

Allerdings wurden die Gerüchte auch von Frankreichs Finanzminister Pierre Moscovici weiter angeheizt. Dieser hatte bei einem Journalisten-Gespräch – bei dem auch Le Monde Vertreter dabei waren – die Anstrengungen aufgezählt, die unternommen werden, um PSA Peugeot Citroen zu sanieren. Dabei sagte er auf die Frage nach einer möglichen Fusion zwischen PSA und Opel demnach: „Wahrscheinlich wird man noch weiter gehen müssen.“

PSA und Opel kooperieren seit 2012 umfangreich

Bekanntlich hatten PSA und Opel gegen Ende des Jahres 2012 eine umfangreiche Kooperation besiegelt, um künftig in den Bereichen Einkauf und Auto-Entwicklung zusammenzuarbeiten. Schon im Juli war ein Abkommen über den Logistikbereich geschlossen worden. Beide Male wurde zwar klar geäußert von beiden Seiten, dass eine gemeinsame Produktion nicht geplant sei, allerdings geraten die kriselnden Autobauer zunehmend unter Druck, so dass langfristig eine Fusion oder ein Aufkauf wohl nicht vollkommen ausgeschlossen werden können.

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