Der US-amerikanische Autokonzern General Motors und PSA Peugeot Citroen haben aktuellen Medienberichten zufolge die Gespräche über eine Kooperation gestoppt. Demnach steht die gemeinsame Sanierung von Opel und Peugeot in Europa auf der Kippe.

General Motors und PSA Kooperation
General Motors PSA Kooperation gestoppt

Als einer der beiden Gründe wurde demnach die verschlechterte finanzielle Situation bei Peugeot genannt. Darüber hinaus sollen auch die gerade erst genehmigten Garantien des französischen Staates für die Banque PSA für das Aus gesorgt haben. Frankreich hatte der Finanzierungssparte von Peugeot sieben Milliarden Euro an Staatsgarantien zur Verfügung gestellt. Im Gegenzug dafür erhalten Staat und Gewerkschaft Mitspracherechte im Aufsichtsrat.

Forderung nach Verzicht auf Stellenabbau

Ferner wurde PSA aufgefordert, die Pläne des Stellenabbaus zu überdenken. Ursprünglich wollte der französische Autobauer ein Werk schließen und gut 10.000 Arbeitsplätze abbauen. Gewerkschaften in Frankreich – aber auch hierzulande – hatten Befürchtungen geäußert, dass eine Kooperation von GM und PSA noch mehr Einschnitte mit sich bringen könnte.

Engere Zusammenarbeit frühestens 2014 möglich

Seit Februar dieses Jahres ist General Motors mit sieben Prozent an Peugeot beteiligt. Zudem sollten einige Kooperationen erfolgen, bislang aber gibt es nur Vereinbarungen für vier Autoprojekte und den gemeinsamen Einkauf von Opel und Peugeot. Nach jetzigem Stand der Dinge soll eine engere Kooperation nicht vor dem Jahr 2014 erfolgen, wie unter anderem die Nachrichtenagentur Reuters berichtet. Denn eine Zusammenarbeit sei vor einer Erholung der Marktsituation nicht möglich. Aufgrund der Staatsgarantien sind Streichungen von Arbeitsplätzen in Frankreich nämlich nicht möglich. Politisch wäre es insofern nicht möglich, bei Opel in Deutschland Arbeitsplätze einzusparen.

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