Im zweiten Anlauf konnte Opel-Chef Karl-Friedrich Stracke seinen Sanierungsplan beim Aufsichtsrat durchsetzen. Dieser segnete den Plan zur Sanierung ab, der keine konkreten Schließungen von Standorten beim verlustreichen deutschen Autobauer vorsieht.

OPEL Sanierungskonzept
Neuem Sanierungskonzept zugestimmt

Hohe Investitionen in neue Modelle geplant

Der Aufsichtsrat hat das Konzept mit den Stimmen der Arbeitnehmer akzeptiert. Diese Planungen zur Sanierung des Autobauers sehen hohe Investitionen in neue Modelle vor. Ferner soll eine enge Zusammenarbeit mit dem französischen Autobauer Peugeot erfolgen. Darüber hinaus ist auch der Export von Opel Fahrzeugen außerhalb Europas geplant. Dagegen gab es keine konkreten Schließungspläne für einen der verbliebenen Opel-Standorte.

23 neue Modelle innerhalb von vier Jahren

Innerhalb von vier Jahren will Opel den Planungen zufolge 23 neue Modelle auf den Markt bringen. Darunter befinden sich auch mehrere Wagen mit besonders spritsparenden Antrieben. Junge Käufer will das traditionsreiche deutsche Unternehmen mit dem Stadtflitzer Adam und dem kleinen Geländewagen Mokka für sich gewinnen. Gut betuchte Kunden hingegen erhofft sich Opel von einem luxuriösen Cabrio. Der Betriebsratschef von Opel, Wolfgang Schäfer-Klug bezeichnete die Konzeption für die kommenden vier Jahre als gute Grundlage für die Opel-Zukunft.

Enorme Kosteneinsparungen geplant

Darüber hinaus sollen die großen Verluste bei Opel und Vauxhall – allein im ersten Quartal 2012 betrugen diese 256 Millionen US-Dollar – über Kosteneinsparungen minimiert werden. So sind drastische Einschnitte bei Material, Entwicklung und Personal geplant. Auch Produktionsverlagerungen wird es bekanntlich geben. So wird der Astra künftig nur noch in Polen und Großbritannien zusammengeschraubt, während im Werk Rüsselsheim kein Astra mehr vom Band rollen wird. Allerdings soll das deutsche Werk für den Verlust der Produktion des Kompaktmodells einen Ersatz bekommen – entsprechende Gespräche des Managements mit Peugeot sollen demnach aktuell geführt werden.