Nachdem nun das offizielle Aus für das Opel-Werk in Bochum verkündet wurde, wird die Kritik an GM immer lauter. Bundeswirtschaftsminister Rösler wirft dem US-Autohersteller z.B. Fehlentscheidungen vor.

Nach Opel-Aus in Bochum: Kritik an GM wird immer lauter
Nach Opel-Aus in Bochum: Kritik an GM wird immer lauter

Während die deutsche Bundesregierung bei anderen deutschen Betrieben wie zum Beispiel Schlecker tatenlos zusieht, wie diese abgewickelt werden, regt sich nun in Sachen Opel in Bochum Widerstand. Selbst Beschäftigungsgarantien werden gefordert.

Wirtschaftsminister von NRW fordert Beschäftigungsgarantie

Der Wirtschaftsminister des Landes Nordrhein-Westfalens, Garrelt Duin von der SPD, forderte eine entsprechende Garantie für die rund 3.000 Beschäftigten in Bochum, die vom Aus für die Opel-Produktion ab 2016 betroffen sind. Unsere Forderung ist ganz klar. Niemand von den Beschäftigten darf in die Arbeitslosigkeit gehen, auch nicht nach 2016, erklärte er im Deutschlandfunk.

Aktuell setze sich die Landesregierung dafür ein, dass neue Firmen auf den jetzigen Werksflächen ihr neues Zuhause finden. So soll in Bochum eine neue Perspektive in Sachen der industriellen Produktion entstehen. Was bislang fehlt, ist ein klares Bekenntnis von GM, in den Prozess verlässlich mit einzusteigen, fügte Duin hinzu. Gleichzeitig erklärte er jedoch auch, dass die Landesregierung selbst kein Geld in die Hand nehmen werde.

Kritik auch aus der sonst zurückhaltenden Bundespolitik

Während sich die Bundesregierung normalerweise in Sachen Unternehmenspleiten zurückhält, äußerte auch Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler in Sachen Opel heftige Kritik in Richtung General Motors. Ich bin sauer, gerade weil das Unternehmen Fehler gemacht hat, auch beim Umgang mit den Mitarbeitern in der Vergangenheit, erklärte der FDP-Politiker der Rheinischen Post. So müsse sich die US-Mutter fragen lassen, ob in der Vergangenheit von Seiten von GM alles unternommen wurde, um das Aus für Bochum ab 2016 zu verhindern, erklärte er weiterhin. Offen ließ der Minister allerdings, welche Versuche die Bundesregierung unternommen hat, um eine Lösung für die über 3.000 Beschäftigten zu finden.

Alltag bei Opel in Bochum geht weiter

Nachdem der jetzige Opel-Chef Thomas Sedran das Aus der Produktion im Ruhrgebiet für 2016 aufgrund des enorm sinkenden Automarktes in Westeuropa sowie der Überkapazitäten verkündete, geht die Arbeit in Bochum wie bisher weiter.

Mitarbeiter akzeptieren das Aus anscheinend

Während die Politiker das Thema Opel offenbar nun dazu nutzen wollen, um sich zu profilieren oder Wahlkampf zu betreiben, zeugen die in den Medien zitierten Aussagen von Mitarbeitern hingegen, dass das Aus von ihnen akzeptiert wird, kommt die Entscheidung doch nicht überraschend. So sind aktuell auch keine Streiks angesagt.

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