Beim deutschen Autobauer Opel könnte die Produktion von Autos in Bochum bereits Ende des kommenden Jahres gestoppt werden. Denn die Belegschaft des Werkes im Ruhrgebiet hat den Sanierungsplan nun abgelehnt.

Opel Sanierung abgelehnt
Arbeiter lehnen Sanierung ab.

Wie die Gewerkschaft IG Metall informierte, stimmten rund 75 Prozent der Belegschaft in Bochum gegen den vom Management vorgelegten Sanierungsplan und den von der Gewerkschaft ausgehandelten Tarifvertrag. Somit könnte das Werk tatsächlich bereits Ende 2014 geschlossen werden. Noch gibt es von Opel selbst oder von der Muttergesellschaft General Motors keine neue Stellungnahme.

Erste 700 Mitarbeiter müssen in Bochum bereits im 2. Quartal weichen

Der Kompromiss sah am Ende vor, dass die Herstellung von Fahrzeugen in Bochum erst 2016 beendet wird. Zudem sollten 1.200 der über 3.000 Arbeitsplätze in einer Komponentenfertigung und im Lager beibehalten werden. Allerdings gab es hierfür keine verbindlichen Zusagen, was vom Betriebsrat bemängelt wurde. Der Vorstand hingegen lehnte jüngst Nachverhandlungen ab. Die ersten 700 Arbeitsplätze fallen schon zwischen April und Juni dieses Jahres in Bochum weg, wenn vom Dreischichtbetrieb auf nur noch zwei Schichten umgestellt wird. Anschließend soll den dann arbeitslosen Menschen eine Perspektive über eine Transfergesellschaft geboten werden.

Opel-Belegschaft in anderen Werken stimmt Vereinbarung zu

Wie die IG Metall weiterhin informierte, hatten die Opel-Mitarbeiter am Stammsitz Rüsselsheim, in Dudenhofen und in Kaiserslautern dem Tarifvertrag hingegen zugestimmt. Sie gaben damit auch ihre Zustimmung, dass Tariferhöhungen mit einer Verzögerung gezahlt werden. Dagegen gab es vom Management des deutschen Autobauers eine Verlängerung des Kündigungsschutzes bis zum Ende des Jahres 2016. Die Kürzungen sollen auch dazu beitragen, dass die General Motors Tochter Milliardeninvestitionen tätigt, die dazu führen sollen, dass Opel ab dem Jahr 2015 wieder in die schwarzen Zahlen kommt.

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