Offenbar könnten die Verhandlungen zur Zukunft des kriselnden Autobauers Opel kurz vor dem erhofften Abschluss platzen. Dies wurde nun am Rande einer Betriebsversammlung in Bochum bekannt.

Girsky und Einenkel
Betriebsratchef gegen Girksy

Am Donnerstag dieser Woche will die Adam Opel AG über die Zukunft des Standortes Bochum endgültig entscheiden, die Gespräche müssen bis dahin abgeschlossen sein. Allerdings machen Äußerungen des Betriebsrates nun deutlich, wie es um die aktuelle Situation steht. Denn laut dem Bochumer Betriebsratschef von Opel, Rainer Einenkel, geht die Geschäftsführung in die letzten Gespräche mit einigen für die Arbeitnehmer nicht akzeptablen Voraussetzungen. Aus diesem Grunde forderte der Betriebsratschef bei einer Betriebsratsversammlung in Bochum, dass die Verantwortlichen des Unternehmens wieder ernsthaft und verantwortlich verhandeln.

Zahlreiche Forderungen der Geschäftsführung sollen vorliegen

Den Angaben aus dem Ruhrgebiet zufolge sollen die Vertreter der Arbeitnehmer zustimmen, dass bis zu 3.000 Stellen bis zum Jahr 2016 wegbrechen, teilweise mit betriebsbedingten Kündigungen. Ferner wird demnach von den Mitarbeitern erwartet, dass bis mindestens zum Jahr 2015 auf das Auszahlen von Tariferhöhungen verzichtet wird. Eine weitere Forderung der Geschäftsleitung von Opel ist den Angaben zufolge, dass die Nachtschicht in Bochum ab dem zweiten Quartal 2013 wegfällt. Allerdings fordern die Mitarbeiter in Bochum, dass der Standort im Ruhrpott entwickelt und nicht „abgewickelt“ wird.

Aus im Jahr 2014 für Opel Bochum droht

Medienberichten zufolge allerdings sieht die Geschäftsführung dies vollkommen anders. Demnach gebe es keine neuen Bedingungen, ferner seien die Gespräche noch am Laufen. Aufgrund dieser unterschiedlichen Einschätzungen scheint fraglich, ob tatsächlich bis zum Donnerstag dieser Woche ein Abschluss der Verhandlungen erfolgt. Allerdings hat das Ultimatum des Aufsichtsratsvorsitzenden Steve Girsky nach wie vor Bestand, wonach bis Ende Februar eine Entscheidung gefällt werden muss, hieß es aus Kreisen der Geschäftsführung. Wenn die Gespräche platzen, dann droht dem Werk Bochum das Aus der Fahrzeugproduktion bereits im Jahr 2014.

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