Für die französische Autoindustrie gibt es die nächste Hiobsbotschaft. Nachdem schon PSA Peugeot Citroen den Abbau von tausenden Arbeitsplätzen verkündete, zieht nun auch der Konkurrent Renault mit massiven Stellenstreichungen nach.

Renault Stellenabbau
Renault plant massiven Stellenabbau

Die Gewerkschaften wurden nun nach Angaben aus Frankreich von der Unternehmensleitung über den Schritt informiert. Demnach sollen 7.500 Jobs bis Ende des Jahres 2016 gestrichen werden. Hintergrund hierfür ist natürlich der Absatzeinbruch auf dem europäischen Markt. Im Jahr 2012 musste Renault bei seiner Stammmarke und bei Dacia ein Minus bei den Verkäufen von 22,1 Prozent hinnehmen.

Unternehmensleitung will Vereinbarung mit Gewerkschaften erreichen

Nach den Angaben einer Sprecherin des französischen Konzerns sollen 5.700 freiwerdende Stellen bei Renault von diesem Jahr an bis 2016 nicht wieder neu besetzt werden. Zudem sollen 1.800 Beschäftigte über erweiterte Optionen beim vorgezogenen Ruhestand das Unternehmen verlassen. Zu den Planungen soll zwischen dem Unternehmen und den Gewerkschaften eine entsprechende Vereinbarung geschlossen werden. Renault-Frankreichchef Gérard Leclercq erklärte dazu, dass bei einem derartigen Übereinkommen keine Werksschließungen, kein Plan zum freiwilligen Ausscheiden und auch kein Sozialplan notwendig werden.

Renault rechnet mit Einsparungen von rund 400 Millionen Euro

Insgesamt beschäftigt Renault derzeit 44.642 Menschen in Frankreich. Nach Einschätzung des Konzerns bringen die geplanten Maßnahmen Einsparungen von etwa 400 Millionen Euro. Mit der nun anvisierten Umstrukturierung für das Heimatland Frankreich kann Renault auch nach wie vor in wichtigen Geschäftsfeldern neue Mitarbeiter einstellen. Konkrete Zahlen diesbezüglich wurden jedoch nicht bekannt.

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