Schadensersatz in Milliardenhöhe verlangt Sportwagenbauer Spyker jetzt von General Motors und wirft ihm vor, Saab absichtlich in die Insolvenz getrieben zu haben.

Spyker will 3 Milliarden von GM wegen Saab-Pleite
Spyker will 3 Milliarden von GM wegen Saab-Pleite

Der Sportwagenbauer Spyker verlangt von General Motors satte drei Milliarden US-Dollar Schadenersatz. Die Niederländer werfen dem einstigen Saab-Besitzer vor, den schwedischen Autobauer absichtlich in die Insolvenz befördert zu haben.

Klage in den USA eingereicht

Zusammen mit Saab hat Spyker den US-Konzern in den USA auf die Summe von drei Milliarden Dollar verklagt. Dies sind umgerechnet 2,4 Milliarden Euro. Wie Spyker in Den Haag erklärte, soll GM Saab mit Absicht in die Pleite getrieben haben. Die Niederländer hatten den schwedischen Betrieb bekanntlich von GM übernommen, konnten jedoch das Überleben nicht sichern. Ein Weiterverkauf an einen chinesischen Investor untersagte GM jedoch, da keine Patente übertragen werden sollten.

Entschädigung wegen illegalem Handeln gefordert

Saab und Spyker verlangen deshalb nun Entschädigung vom US-Autokonzern, der nach Auffassung der beiden Klagenden illegal gehandelt haben soll, damit Konkurrenz durch Saab auf dem Wachstumsmarkt China verhindert wird. Nach Auffassung der beiden Firmen hat sich GM in strafbarer Art und Weise in ein Geschäft zwischen Spyker, Saab und den Chinesen von Youngman eingeschaltet. Dieses hätte mit einem erfolgreichen Abschluss dazu geführt, dass Saab sich saniert und zahlungsfähig bleibt, so die Argumentation.

Spyker übernimmt die Verfahrenskosten

Im November des vorigen Jahres musste Saab bekanntlich Insolvenz anmelden, inzwischen gehört einem chinesisch-japanischen Investor der schwedische Autobauer. Die Kosten für das Verfahren gegen General Motors übernimmt Spyker, da Saab finanziell nicht dazu in der Lage ist. Sollten die beiden Firmen gegen GM erfolgreich sein, wird Spyker einen bedeutenden Anteil an der Entschädigung erhalten.

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