Erdbeben und Tsunami in Japan: Produktionsstopp bei Toyota, Honda und Nissan
Erdbeben und Tsunami in Japan: Produktionsstopp bei Toyota, Honda und Nissan

Nach dem verheerenden Unglück wegen des Erdbebens und des darauffolgenden Tsunamis haben die Autobauer Toyota, Honda und Nissan die Produktion in Japan vorerst gestoppt.

Strom sparen
Toyota erklärte, die Fließbänder stünden zunächst bis Mittwoch still. Honda will die Produktion bis mindestens zum kommenden Sonntag aussetzen. Wie lange Nissan nicht weiterproduziert, ist bislang noch nicht klar. Japans Regierung hatte die Großunternehmen dazu aufgefordert, massiv für Stromeinsparungen zu sorgen.

Toyota produziert 40.000 Autos weniger
Wie die konkreten Folgen der Produktionsstopps aussehen werden, ist noch nicht im Detail klar. Toyota teilte mit, dass die Produktion durch den kurzzeitig geplanten Stopp aufgrund der verheerenden Folgen des Erdbebens um 40.000 Wagen sinken werde. Im Januar beispielsweise hatte Toyota in seinen zwölf Werken in Japan über 230.000 Fahrzeuge gebaut. Insgesamt produziert Toyota mehr als zwei Drittel aller Fahrzeuge in Japan.

Honda stellt Betrieb für eine Woche ein
Während Toyota also im Laufe der Woche den Betrieb wieder aufnehmen will, stehen die Bänder bei Honda die komplette Woche still. Das Unternehmen werde mit den geplanten Stromabschaltungen voll kooperieren, hieß es von Seiten des Autobauers. Insofern wird hier der Betrieb frühestens am 20. März 2011 wieder anrollen. Lediglich das Autowerk auf der südlichen Insel Kyushu bleibt geöffnet. Honda hatte im Januar 2011 fast 70.000 Autos in Japan produziert, gut 22 Prozent sämtlicher Fahrzeuge des Unternehmens.

Aktien sinken
Die Aktien der beiden Autobauer an der japanischen Börse gaben am Montag deutlich nach. Toyotas Aktie sank um rund acht Prozent, während Honda einen Verlust von über sechs Prozent zu beklagen hatte. Der Nikkei-Index, in dem die 225 führenden japanischen Werte vereint sind, gab bis zum Montagmittag um gut sechs Prozent nach.

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