Der größte europäische Autobauer, Volkswagen, musste im ersten Quartal dieses Jahres einen heftigen Gewinneinbruch hinnehmen. Das Unternehmen aus Wolfsburg verdiente 45 Prozent weniger als noch von Januar bis März 2012.

Volkswagen Quartalsbericht 2013
Gewinneinbruch bei Volkswagen

Dies ergibt sich aus den Zahlen des Quartalsbericht des Autokonzerns. Demnach betrug der Gewinn von Januar bis März dieses Jahres allein der Kernmarke VW insgesamt 590 Millionen Euro. Vor einem Jahr waren dies den Angaben zufolge noch 1,01 Milliarden Euro. Dabei musste der Konzern insbesondere in Westeuropa Einbußen hinnehmen. In diesem wichtigen Markt gingen die Auslieferungen im Vergleich zum ersten Quartal 2012 um 5,8 Prozent zurück. Dagegen steigerten sich die Vertriebskosten um 17 Prozent. Da der westeuropäische Markt normalerweise die wichtigste Gewinnquelle für VW ist, machte sich dies an den Zahlen deutlich bemerkbar.

Audi verkauft mehr Autos, verdient aber deutlich weniger

Dementsprechend sehen auch die Zahlen für den gesamten VW-Konzern aus. In den ersten drei Monaten dieses Jahres verdiente der komplette Konzern 2,3 Milliarden Euro – nach 3,1 Milliarden Euro vor einem Jahr. Das Minus beträgt damit 26 Prozent. Am Beispiel Audi zeigt sich dabei die Misere von VW besonders deutlich. Denn die Ingolstädter Tochter konnte mehr Autos verkaufen als im Auftaktquartal 2012, dennoch gingen Umsatz und Gewinn zurück. So standen bei Audi am Ende der drei Auftaktmonate des Jahres 1,3 Milliarden Euro Gewinn. Dies bedeutet ein Minus von 7,3 Prozent.

Porsche sorgt für noch besseres Ergebnis

Das komplette Konzernergebnis wäre noch dramatischer ausgefallen, hätte nicht Porsche seinen Teil dazu beigetragen. Denn die jüngste Tochter des Konzerns steuerte gut 200 Millionen Euro vor Steuern und Zinsen pro Monat bei. Ohne Porsche wäre das Konzernergebnis bei VW im ersten Quartal 2013 somit sogar halbiert worden. Zudem verbuchte der größte europäische Autobauer eine halbe Milliarde Euro Gewinn durch enorm günstige Wechselkurse.

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