Wer nach einem unverschuldeten Unfall Sprit verliert und nachweisen kann, dass er vorher voll getankt hat, hat Anspruch auf Schadenersatz.

Schadenersatz für verlorenen Sprit nach Unfall ist rechtens
Schadenersatz für verlorenen Sprit nach Unfall ist rechtens

Angesichts der erheblich gestiegenen Spritpreise war es nur eine Frage der Zeit. Nun hat eine Frau vor Gericht durchgesetzt, dass ihr nach einem Unfall auch der im Tank befindliche Sprit ersetzt wird.

Amtsgericht erklärt im Tank befindlichen Kraftstoff Schadenersatzpflichtig

Wenn es auf den Straßen kracht, dann müssen die Versicherungen die Schadenshöhe sowie den Schadenersatz bekanntlich untereinander klären. Einem neuen Urteil zufolge zählt dazu nun auch der ausgelaufene Treibstoff, da sich Geschädigte den im Fahrzeugtank befindlichen Kraftstoff erstatten lassen können. Zu diesem Urteil gelangte nun das Amtsgericht Germersheim.

70 Euro Schadenersatz für Benzin im konkreten Fall

Im konkreten Fall hatte eine Frau auf Schadenersatz für die Reparatur des Wagens, Abschlepp- und Mietkosten, sowie eben auch auf das Geld für den im Unfallwagen befindlichen Sprit geklagt. Das Amtsgericht Germersheim sprach ihr diesen mit dem Urteil unter dem Aktenzeichen 1 C 473/11 auch zu. Die Klägerin habe belegen können, dass sie das Auto erst kurz vor dem Unfall vollgetankt habe, hieß es in der Begründung. Insofern wurde der gegnerischen Haftpflichtversicherung auferlegt, auch diese 70 Euro für das verlorene Benzin zu ersetzen. Wer also glaubhaft nach einem unverschuldeten Unfall nachweisen kann, dass er kurz vor dem Crash getankt hat, der kann seine Tankkosten dem Urteil zufolge geltend machen.

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