Es heißt „Alte Liebe rostet nicht“. Das gilt für den Partner als auch für den Oldtimer. Dieser benötigt jedoch ein spezielles H-Kennzeichen. Die Regelung dazu finden Sie hier.

Für Oldtimer gelten strenge Regeln
Für Oldtimer gelten strenge Regeln

Ein Oldtimer auf deutschen Straßen zu sehen, ist für viele immer etwas ganz Besonderes, denn es gibt schließlich nicht sehr viele Menschen, deren Begeisterung für historische Fahrzeuge so groß ist, dass sie selbst eines besitzen. Insgesamt soll es laut Verband der Automobilindustrie zwar 285.000 Oldtimer in Deutschland geben (siehe Bericht), aber diese sieht man natürlich nicht so oft auf den Straßen, da sie von ihren Besitzern meist nur an schönen Sonnentagen aus der Garage geholt werden.

In wirtschaftlich unsicheren Zeiten setzen allerdings zusehends immer mehr Deutsche auf das so genannte „Garagengold“. Dabei schlagen sie gleich zwei Fliegen mit einer Klappe: zum einen wird eine Geldanlage geschaffen und zum anderen der Kindheitstraum endlich erfüllt. Dann heißt es H-Kennzeichen montieren und los geht’s! Aber so einfach ist das natürlich nicht. Damit ein Auto ein H-Kennzeichen, sprich also ein historisches Kfz-Kennzeichen, bekommen kann, muss es einige Anforderungen erfüllen. Nachfolgend diese Anforderungen bzw. Regelungen für VW Käfer und Co. im Überblick.

Regelungen für den Erhalt eines H-Kennzeichens

1. Fahrzeugalter:

Nur Fahrzeuge, die vor mindestens 30 Jahre erstmals in Betrieb genommen wurden, können als Oldtimer zugelassen werden. Wenn ein Fahrzeug noch nie zugelassen wurde, aber schon über 30 Jahre alt ist, dann kann das Erstzulassungsdatum laut den Oldtimer-Richtlinien auch dem Produktionsdatum gleichgestellt werden.

2. Begutachtung:

Des Weiteren müssen Sie Ihren Oldtimer auch durch einen anerkannten Sachverständigen bzw. Prüfer begutachten lassen. Bei sämtlichen Fahrzeugen wird dabei zunächst einmal überprüft, ob der Oldtimer überhaupt als kraftfahrzeugtechnisches Kulturgut betrachtet werden kann. Anschließend wird:

➤ bei zugelassenen Fahrzeugen eine Hauptuntersuchung durchgeführt
➤ bei Fahrzeugen ohne oder mit ungültigem Fahrzeugbrief ein Vollgutachten erstellt

3. Originalität:

Damit ein Fahrzeug als kraftfahrzeugtechnisches Kulturgut betrachtet werden kann, muss:

➤ die Originalität des Fahrzeuges gegeben sein. Das heißt also, dass das Fahrzeug noch so aussehen muss, wie am Tage der Erstzulassung. Abweichungen sollten daher immer mit einem Oldtimer-Fachmann besprochen werden.

➤ in einem erhaltungswürdigen Zustand, sprich also sehr gepflegt, sein. Fahrzeuge, die als Oldtimer zugelassen werden sollen, dürfen also nur typische Gebrauchsspuren aufweisen und müssen voll fahrbereit sein.

➤ die Farbgebung und auch die Verzierung mit Aufklebern oder Sonstigem zeitgenössisch sein.

4. Umbauten:

Sollten Sie an Ihrem Oldtimer Umbauten vorgenommen haben, dann müssen sie allerdings bereits schon in den ersten 10 Jahren der Zulassung erfolgt und auch verkehrssicher sein. Obendrein müssen sie auch den Vorschriften der StVZO genügen. Sämtliche Regelungen dazu, finden Sie im Anforderungskatalog für die Begutachtung von Oldtimern des TÜV SÜD Auto Service.