Für ein Schaden am Auto durch eine Schneelawine gibt es kein Geld
Für ein Schaden am Auto durch eine Schneelawine gibt es kein Geld

Wer mit seinem Auto im Winter so parkt, dass eine Schneelawine vom Dach eines Hauses den Wagen beschädigen kann, der darf nicht immer mit Schadenersatz rechnen. Dieses Urteil fällte das Landgericht Magdeburg unter dem Aktenzeichen 5 O 833/10.

Der verhandelte Fall
In dem konkret verhandelten Fall hatte ein Autofahrer seinen Wagen vor einem Haus abgestellt, das über ein steiles Dach verfügte. An diesem Dach gab es keine Schneefanggitter. Eine Schneelawine rutsche herab und verursachte an dem Wagen einen Schaden von 6.000,- Euro. Wie die Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht des Deutschen Anwaltsvereins nun berichtet, erhielt der Autobesitzer jedoch nur zum Teil mit einer Schadensersatzklage recht.

Schaden wurde aufgeteilt
Denn die Richter gelangten zu der Entscheidung, den Schaden zwischen Autofahrer und Hausbesitzerin zu teilen. Auf der einen Seite sei die Verkehrssicherungspflicht der Hausbesitzerin zu berücksichtigen. Allerdings sei es in Regionen mit einer Schneearmut nicht von einer Hausbesitzerin zu verlangen, ein Schneefanggitter anzubringen, so die Richter. Im Zweifel muss daher vor den Dachlawinen gewarnt werden.

Mitschuld des Autofahrers festgestellt
Auf der anderen Seite erkannten die Richter einer Mitschuld des Autofahrers. Als Nachbar seien diesem nämlich die Umstände des ungesicherten Daches bekannt gewesen. Aus diesem Grunde sei dem Autofahrer zuzumuten gewesen, an einer anderen, ungefährlichen, Stelle zu parken.

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