Ab dem heutigen Montag, den 2. Juli 2012, ist Deutschland um ein weiteres Kennzeichen reicher: das Wechselkennzeichen. Allerdings gibt es noch ein großes Rätselraten um den Sinn der neuen Nummernschilder bei den Kfz-Zulassungsstellen.

Wechselkennzeichen
Neue Wechselkennzeichen lassen Fragen offen

Zwei Fahrzeuge mit einem Kennzeichen

Mit den Wechselkennzeichen gibt es ein Nummernschild für zwei Fahrzeuge. Wer also beispielsweise zwei Autos, ein Auto und einen Oldtimer oder aber zwei Motorräder hat, der kann diese mit jeweils nur einem Kennzeichen auf die Straßen bringen – wenngleich an den Fahrzeugen jeweils zwei Nummernschilder angebracht sind. Eines verbleibt fest am jeweiligen Fahrzeug und das Hauptkennzeichen wird an das Gefährt angebracht, das gerade genutzt wird. Während die Nutzung nicht an einen bestimmten Zeitraum gebunden ist, darf es nur zwischen Fahrzeugen innerhalb der gleichen EU-Klasse genutzt werden.

Vorteile des Wechselkennzeichens nicht erkennbar

Unklarheit herrscht aber bislang noch über die Vorteile der Wechselkennzeichen. Selbst Verkehrsexperten zweifeln daran. Darüber hinaus sind selbst Details der neuen Regelung noch nicht geklärt. Beispielsweise ist eine der Ausführungsverordnungen noch nicht in Kraft. Ferner bietet das Wechselkennzeichen auch keine finanziellen Einsparmöglichkeiten. Denn für beide Fahrzeuge mit dem Kennzeichen muss sowohl die Kfz-Steuer als auch die Versicherung voll bezahlt werden. Eventuell sind Rabatte der Versicherer möglich, allerdings gibt es diesbezüglich noch keine finale Entscheidung der Versicherungsgesellschaften. Ganz im Gegenteil: Für die Zulassung werden 65 Euro fällig, zudem kosten auch die neuen zweigeteilten Kennzeichen rund 40 Euro.

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